Unsere Bürgermeisterkandidatin

Tirschenreuth

Auf einen Blick

Name:
Annie Schraml, 22 Jahre alt

Beruf:
Medizinische Fachangestellte

Schwerpunkte:
Sozialer Zusammenhalt, Daseinsvorsorge für alle, Gesundheit und Pflege

Slogan:
Zuhören – Zupacken – Zamhalten

Deine Kandidatin für Tirschenreuth: Annie Schraml

Heimat mit Herz und Haltung

Hi, ich bin Annie. Ich bin in Tirschenreuth geboren und aufgewachsen – und für mich ist dieser Ort weit mehr als nur ein Punkt auf der Landkarte. Heimat bedeutet für mich Geborgenheit. Es ist das Gefühl, nicht nur im eigenen Haus anzukommen, sondern in einer Gemeinschaft, die einen trägt.

Ich bin hier geblieben, weil die Oberpfalz für mich alles verbindet, was man zum Leben braucht. Ich bin überzeugt, dass unsere Region eine Zukunft hat – aber nur, wenn wir sie mit Zusammenhalt und echter Solidarität gestalten. Ich durfte in einem Umfeld aufwachsen, das Menschen so akzeptiert, wie sie sind. Diese Prägung ist mein Kompass, und sie lässt mich heute umso wütender werden, wenn ich sehe, wie unsere Realität immer weiter gespalten wird.

Aus dem OP in den Stadtrat: Warum ich wütend bin

Ich bin keine Theoretikerin. In meinem Berufsalltag als OTA (Operationstechnische Assistentin) erlebe ich täglich, wie unser Gesundheitssystem an die Wand fährt. Ich sehe ungefiltert, wie das System sowohl die Mitarbeitenden als auch die Patientinnen und Patienten im Stich lässt, weil Profite oft schwerer wiegen als die menschliche Würde.

Was mich wirklich wütend macht? Dass sich die Politik oft schlicht nicht angesprochen fühlt. Dabei liegt genau hier die Wurzel vieler Probleme. Wir brauchen niemanden, der wegsieht, sondern jemanden, der dort ansetzt, wo es wehtut, und die Menschen endlich wieder spürbar unterstützt.

Was in Tirschenreuth schiefläuft

Ein ehrlicher Blick auf unsere Stadt zeigt: Wir haben Baustellen, die viele von uns jeden Tag belasten.

  • Wohnungsnot: Es gibt kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Das vertreibt Menschen aus ihrer Heimat.
  • Gesundheits-Checkmate: Lange Wartezeiten, fehlende Pflege- und Heimplätze und viel zu wenige Kita-Plätze sind ein Armutszeugnis für unsere soziale Infrastruktur.
  • Abgehängte Mobilität: Ein funktionierender ÖPNV ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung für Teilhabe. Wer arbeiten will oder am sozialen Leben teilnehmen möchte, muss mobil sein – auch ohne eigenes Auto.

Meine Vision: Eine Stadt, die auflebt

Wenn ich das Ruder in der Hand hätte, würde ich drei Dinge sofort anpacken:

  1. Gesundheit sichern: Wir müssen Krankenhaus- und Gesundheitsstrukturen wieder aufbauen und dauerhaft sichern. Gesundheit darf keine Ware sein!
  2. Echte Mobilität: Den ÖPNV so ausbauen, dass wirklich alle Menschen beweglich bleiben, egal in welchem Viertel sie wohnen.
  3. Leben statt Leerstand: Wir müssen die Stadt wieder aufleben lassen, Leerstände füllen und so neue Arbeitsplätze und Begegnungsräume schaffen.

Und ganz wichtig: Ich will Menschen für Politik begeistern. Wenn wir uns jetzt nicht einbringen, wer soll den Laden dann später am Laufen halten? Wir sind die Generation, die die Zukunft nicht nur erbt, sondern jetzt schon aktiv vorbereiten und gestalten muss.

Privat: Alles ist politisch

Wer bin ich eigentlich ohne Politik? Wenn ich ganz ehrlich bin: Fast niemand. Ich bin fest davon überzeugt, dass alles, was wir täglich entscheiden und wie wir uns verhalten, politisch ist. Unsere Haltung beeinflusst unsere Mitmenschen – im Kleinen wie im Großen. Deshalb findest du mich in meiner Freizeit eigentlich immer dort, wo das echte Leben ist: unter Menschen.

Hand aufs Herz – Meine kleinen Macken

Authentizität heißt für mich auch, über die eigenen Ecken und Kanten zu sprechen:

  • Tatendrang: Ich habe oft so viele Ideen gleichzeitig, dass ich sie am liebsten sofort und ohne langes Zögern umsetzen will.
  • Einzelkämpfer-Modus: Ich gebe es zu – es fällt mir manchmal schwer, Hilfe anzunehmen oder danach zu fragen. Ich lerne noch, dass man gemeinsam stärker ist.
  • Geduld? Nun ja, sagen wir so: Geduld gehört definitiv nicht zu meinen größten Stärken. Wenn etwas brennt, muss gelöscht werden – und zwar jetzt!

Lass uns reden – im Gym oder beim Zoigl

Ich brauche keine künstlichen Bühnen. Ich bin Teil deines Alltags in Tirschenreuth. Egal ob wir uns im Fitnessstudio, im Hallenbad oder ganz entspannt beim Zoigl über den Weg laufen: Quatsch mich einfach an! Ich freue mich über jedes spontane Gespräch und möchte hören, was dich bewegt.

Der Funke zur Veränderung

Politik ist nichts, was nur „da oben“ passiert. Sie beginnt genau hier, wo wir leben, arbeiten und uns über Missstände ärgern. Wir müssen nicht darauf warten, dass jemand anderes unsere Probleme löst. Wenn wir uns einmischen, können wir die Dinge vor Ort wirklich drehen.

Lasst uns gemeinsam der Funke sein. Packen wir es an – für ein solidarisches Tirschenreuth!

Niemals alleine, immer gemeinsam!

PlatzName
1Annie Schraml (22)
Medizinische Fachangestellte
2Denise Stich (18)
Bundesfreiwilligendienst
3Stephanie Back (29)
Kinderpflegerin
4Alexander Pöllmann (32)
Chemielaborant
5Michelle Stich (19)
KFZ-Mechatronikerin in Ausbildung
6Elisabeth Pöllmann (29)
Logistikerin im Ruhestand
7Daniela Pledl (59)
Verwaltungsangestellte

Wahlprogramm

Zuhören – Zupacken – Zamhalten

Tirschenreuth ist unsere Heimat. Viele Menschen leben hier gern – und trotzdem spüren wir, dass es schwieriger wird: Wohnen wird teurer, Familien stehen unter Druck, junge Menschen finden zu wenig Räume, medizinische Versorgung ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig fühlen sich viele Bürgerinnen und Bürger von politischen Entscheidungen nicht mehr mitgenommen.

Die Linke steht für eine andere Gemeindepolitik. Eine Politik, die nicht über die Menschen hinweg entscheidet, sondern gemeinsam mit ihnen. Eine Politik, die soziale Fragen ernst nimmt und praktisch löst. Und eine Politik, die den Zusammenhalt stärkt, statt Spaltung zuzulassen.

Unser Anspruch ist klar: Dieses Wahlprogramm ist kein Wunschzettel, sondern ein Arbeitsauftrag für Gemeinderat und Bürgermeisterin. Alle Forderungen sind kommunal umsetzbar oder realistisch beeinflussbar.

1. ZUHÖREN – Demokratie vor Ort stärken

Bürgerrat einführen

Die Linke fordert die Einführung eines regelmäßig tagenden Bürgerrats. Die Mitglieder werden per Los aus der Einwohnerschaft bestimmt und sollen die Vielfalt der Gemeinde abbilden. Der Bürgerrat berät den Gemeinderat zu wichtigen kommunalen Fragen, etwa zur Ortsentwicklung, zu Bauprojekten oder zur sozialen Infrastruktur.

Die Ergebnisse des Bürgerrats müssen öffentlich behandelt und vom Gemeinderat begründet beantwortet werden.

Begründung: Beteiligung darf kein Feigenblatt sein. Wer hier lebt, soll Einfluss auf Entscheidungen haben.

Jugendrat mit echten Rechten

Die Linke fordert die Einrichtung eines gewählten Jugendrats. Jugendliche ab 14 Jahren sollen wählen und gewählt werden können. Der Jugendrat erhält ein festes Antrags- und Rederecht im Gemeinderat sowie ein eigenes, im Haushalt verankertes Budget für Jugendprojekte.

Der Jugendrat wird organisatorisch begleitet, entscheidet aber eigenständig.

Begründung: Junge Menschen sind keine Zuschauer der Kommunalpolitik. Sie haben ein Recht auf Mitbestimmung.

Verbindliche Bürgersprechstunden

Die Linke fordert regelmäßige, offene Bürgersprechstunden der Bürgermeisterin – mindestens einmal im Monat, auch abends und wechselnd in den Ortsteilen. Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sollen dokumentiert und transparent bearbeitet werden.

Begründung: Politik muss erreichbar sein, nicht nur vor Wahlen.

2. ZUPACKEN – Soziale Probleme konkret lösen

Wohnen: Bezahlbar statt spekulativ

Soziale Kriterien bei kommunalem Bauland

Die Linke fordert, dass kommunale Grundstücke nicht mehr ausschließlich nach dem Höchstpreis vergeben werden. Bei neuen Baugebieten sollen soziale Kriterien verbindlich festgelegt werden, insbesondere Anteile für bezahlbaren Wohnraum und langfristige Mietbindungen.

Begründung: Die Gemeinde entscheidet, was gebaut wird und für wen. Diese Verantwortung muss sozial genutzt werden.

Leerstand nutzen statt Neubau auf der grünen Wiese

Die Linke fordert die Einführung eines kommunalen Leerstandskatasters. Leerstehende Wohnungen und Gebäude sollen systematisch erfasst und Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv angesprochen werden.

Die Gemeinde soll beraten und Anreize setzen, damit Wohnraum wieder vermietet wird – zu fairen und dauerhaft bezahlbaren Mieten.

Begründung: Wohnraummangel entsteht nicht nur durch fehlenden Neubau, sondern durch ungenutzten Bestand.

Zusammenarbeit für gemeinwohlorientierten Wohnungsbau

Die Linke fordert eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis, Wohnungsgenossenschaften und anderen gemeinwohlorientierten Trägern. Ziel ist die Schaffung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum mit kommunalen Belegungsrechten.

Begründung: Nicht jede Aufgabe kann eine Gemeinde allein stemmen. Kooperation schafft Handlungsspielräume.

Familien und Kinder

Kinderbetreuung am tatsächlichen Bedarf ausrichten

Die Linke fordert regelmäßige Bedarfserhebungen zu Betreuungszeiten, Ferienbetreuung und Randzeiten. Angebote müssen sich am Lebensalltag der Familien orientieren, nicht an starren Verwaltungsmodellen.

Begründung: Gute Betreuung ist Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe von Eltern am Arbeitsleben.

Tagespflege gezielt stärken

Die Linke fordert eine stärkere Unterstützung von Tagespflegepersonen durch Zuschüsse, Qualifizierungsangebote und bessere Einbindung in die kommunale Betreuungsplanung.

Begründung: Tagespflege entlastet Kitas und bietet Familien flexible Lösungen.

Jugend

Offene Jugendarbeit sichern

Die Linke fordert eine verlässliche Finanzierung der offenen Jugendarbeit. Jugendtreffs und aufsuchende Angebote dürfen nicht von Haushaltslagen abhängig gemacht werden.

Begründung: Jugendarbeit ist Prävention und soziale Verantwortung.

Räume für Jugendliche schaffen

Die Linke fordert die Bereitstellung kommunaler Räume, die von Jugendlichen selbst gestaltet und genutzt werden können.

Begründung: Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie ernst genommen werden.

3. GESUNDHEIT UND PFLEGE – Verantwortung vor Ort

Kommunale Gesundheitskonferenz

Die Linke fordert die Einrichtung einer regelmäßigen kommunalen Gesundheitskonferenz. Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Pflege, Rettungsdiensten, Sozialarbeit und Verwaltung sollen gemeinsam Versorgungslücken erkennen und Lösungsansätze entwickeln.

Begründung: Auch wenn Gesundheit keine reine Gemeindeaufgabe ist, kann die Kommune koordinieren und unterstützen.

Unterstützung der medizinischen Versorgung

Die Linke fordert, dass die Gemeinde aktiv bei der Suche nach Praxisräumen und Wohnraum für medizinisches Personal unterstützt und eng mit Landkreis und zuständigen Stellen zusammenarbeitet.

Begründung: Ohne wohnortnahe Versorgung verliert der ländliche Raum an Lebensqualität.

Pflege und ältere Menschen stärken

Die Linke fordert eine kommunale Anlaufstelle für pflegende Angehörige, den Ausbau barrierefreier Treffpunkte und die Unterstützung von Nachbarschaftshilfe.

Begründung: Pflege ist eine gesellschaftliche Aufgabe, keine private Last.

4. ZAMHALTEN – Gemeinschaft organisieren

Ehrenamt praktisch unterstützen

Die Linke fordert die Einrichtung eines kommunalen Ehrenamtsfonds mit einfachen Antragsverfahren. Vereine und Initiativen sollen unbürokratisch unterstützt werden.

Begründung: Ehrenamt hält die Gemeinde zusammen und braucht verlässliche Unterstützung.

Begegnungsorte schaffen

Die Linke fordert die Nutzung leerstehender kommunaler Räume für soziale, kulturelle und nachbarschaftliche Angebote.

Begründung: Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen sich begegnen können.

Klare Haltung für Solidarität

Die Linke steht für eine klare kommunale Haltung gegen Ausgrenzung, soziale Spaltung und rechte Hetze. Die Gemeinde soll integrative Projekte fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv stärken.

 

Dieses Wahlprogramm beschreibt konkrete Schritte für eine soziale, demokratische und solidarische Gemeindepolitik. Die Linke steht für Zuhören, Zupacken und Zusammenhalten – hier vor Ort, für Tirschenreuth.